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Nur eine Nacht...

Aktualisiert: 16. Feb. 2021

...übernachten im Wohnmobil bei minus 12 Grad Celsius.


In den letzten zwei Wochen war es ja wirklich eiiiiiisig kalt in Deutschland - und in der letzten Woche gingen sogar bei uns in der Rheinebene die Temperaturen auf bis zu minus 14 Grad Celsius in der Nacht herunter. Wir vier wollten sehr gerne einmal testen, wie warm es tatsächlich in unserer Kara (Ahorn-Camp Canada AD) bleibt, wenn es draußen so eisig ist und was unsere Gasheizung so kann. Vorab: Sie könnte noch viel mehr als wir gebraucht haben!



Unsere Vorbereitung:

Die Baumärkte haben hier in Baden-Württemberg noch immer geschlossen, aber seit zwei Wochen ist Click&Collect wieder erlaubt und so haben wir unsere beiden Alu-Gasflaschen prima tauschen können. Vorher waren sie noch seit dem "Weihnachts-Besuch mit Abstand" leer gewesen.


Aufgrund der kalten Außentemperaturen entschlossen wir uns dazu, kein Wasser in unseren Frischwassertank zu füllen, da wir die Reste anschließend wieder komplett hätten ablassen müssen. Und auch den Grauwassertank wollten wir für die eine Übernachtung nicht verwenden. Also haben wir nur etwas Wasser in zwei Kanistern mitgenommen.


Da es über dem unbeheizten Fahrerhaus eher kühl ist, haben wir für unsere Kinder, die im Alkoven schlafen, vorsichtshalber zwei kuschlige Decken über der Matratze ausgebreitet.

Ansonsten packten wir neben Winterkleidung für den Spaziergang am nächsten Tag nichts spezielles ein, was wir nicht sonst auch dabei haben: Essen, Getränke, Kleidung.


Und dann ging es los!

Unser Ziel war ein wenige Kilometer entfernter, abends einsamer Parkplatz.

Wir hatten ja zuvor schon einige Nächte, in denen die Temperatur rund um den Nullpunkt lag, in Kara verbracht und waren nun richtig gespannt, wie es bei so eisigen Temperaturen wohl sein würde.

Als wir zu Abend aßen, waren es draußen schon minus 6 Grad und innen war es angenehm warm. Einzig aus dem unbeheizten Fahrerhaus zog eine kalte Luft in den Wohnbereich. Wir hatten dort kürzlich dicke Vorhänge angebracht, die einiges an Kälte tatsächlich abhielten: Im Wohnbereich waren es angenehme 20 Grad und im Fahrerhaus lag die Temperatur bei ca. 7 Grad Celsius.


Doch der Luftzug war schon ein wenig unangenehm. Aber das nicht isolierte Fahrerhaus (mit innenliegenden Thermomatten) zu heizen, obwohl wir es nicht benötigen, kam uns übertrieben vor.

Wir überlegen nun, uns für die nächste Wintersaison eine Außenabdeckung fürs Fahrerhaus zu kaufen und auch eine Thermoabdeckmatte für das Armaturenbrett wurde uns von Johanna (Danke! :-) bereits nach unserem letzten Beitrag empfohlen. Diese beiden Erweiterungen für unser Equipment stehen definitiv auf unser Liste!

Falls uns jemand dazu noch mehr Erfahrungen zukommen lassen kann, gerne her damit!


Die Heizung hat ihren Temperaturfühler im Bereich der Aufbautür. Im hinteren Teil unseres Wohnmobils war es immer deutlich wärmer als im vorderen Bereich.

Mit unserem kleinen Thermometer haben wir die Temperaturverteilung immer mal wieder überprüft.

Über Nacht haben wir eines der HeKi-Dachfenster auf der kleinsten Stufe offen gelassen, damit die Feuchtigkeit ihren Weg nach draußen findet.


Während der Nacht stellten wir die Heizung auf 16 Grad zurück (da der Außenfühler an der Tür ist, waren es in der Realität 17-18 Grad Celsius im Wohnmobil). Bei mehr Heizleistung wäre es uns zu warm gewesen!


Morgens hatten wir überraschenderweise nicht viel mehr Kondenswasser an den Scheiben in den Schlafbereichen als im Sommer. Allerdings waren die Matratzen an zwei Stellen an der Wand etwas feucht.


Die Außentemperatur fiel in den ganz frühen Morgenstunden bis auf minus 12 Grad Celsius, wovon wir innen nichts merkten. Es war super angenehm mit unserer Heizung, die wir ja nicht einmal dauerhaft angeschaltet hatten. Ein kleiner Test hat ergeben, dass die Innentemperatur pro Stunde bei den kalten Außentemperaturen nur etwas mehr als ein Grad Celsius abfiel, wenn wir die Heizung ausschalteten.

Kara scheint also toll isoliert zu sein! :-)


Es war wirklich super gemütlich im kuschligen Wohnmobil:

Morgens, als es draußen klirrend kalt war, saßen unsere Mädels im Warmen mit Ausblick auf diese tolle verschneite Landschaft und haben eine Runde gemalt. Herrlich!


Wir hatten eine echt schöne gemeinsame Familienzeit in unserer Kara, die tapfer der Kälte getrotzt hat!


Wie viel Gas wir verbraucht haben, wissen wir nicht genau... wir haben zwar seit ein paar Wochen den Dometic Gas Checker, um die Füllhöhe zu testen, aber das hat - vermutlich aufgrund der niedrigen Temperaturen - nicht geklappt. Wir testen in den nächsten Tagen einfach nochmal, wenn es wieder wärmer ist. :-)




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693 Ansichten2 Kommentare

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2 Comments


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Feb 16, 2021

Hallo Johanna, vielen Dank für den Link und die Tipps. 👌🏻 Euch auch viel Freude mit Fritz! 🙃 Liebe Grüße, Anne und Bart

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Danke für den guten Beitrag übers Wintercamping, coronabedingt ist unser Winterurlaub leider geplatzt. Wir haben aber mittlerweile aufgerüstet, Fritz (=Alaska TQ) Abwassertank ist isoliert und hat eine Heizung, im Innenbereich gab es Teppichboden. Den Boden haben wir aus großen Schmutzfangmatten selbst zugeschnitten. Und ganz wichtig eine Thermoschürze für das Fahrerhaus, damit ist das Problem mit dem kalten Lutfzug größtenteils erledigt. Einen Tipp einer FB Gruppe folgend, haben wir ein günstiges Angebot über Ebay genutzt (https://www.ebay.de/itm/CamperBros-Thermomatten-Isoliermatten-Aussen-2stuck-Renault-Master-2010-2020/254391979709?hash=item3b3af18ebd:g:P1oAAOSwZcxdqKjA&redirect=mobile). Die Matten werden keinen Designpreis gewinnen, erfüllen aber ihren Zweck und sind vergleichsweise günstig.

Wir haben noch nicht in der Kälte übernachtet, aber das ein oder andere Womo-Dinner in der Kälte genossen, wir hatten es immer schön warm und keine Probleme mit Wasser oder Abwasser.

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